Tägliche Archive: 17. April 2012

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Parametrisierte Eingabe in RSTAB und RFEM

Parametrisierte Eingabe

Parametrisierte Eingabe

Von Frank Sonntag, Ingenieur-Software Dlubal GmbH

Die parametrisierte Eingabe stellt dem Ingenieur ein Effektivität steigerndes Werkzeug zur Verfügung. Sie gestattet, die Struktur- und Belastungsdaten so einzugeben, dass sie von bestimmten Variablen abhängig sind. Diese Parameter (z. B. Länge, Breite, Verkehrslast etc.) sind in einer Parameterliste abgelegt und können in Formeln benutzt werden, um einen Zahlenwert zu ermitteln. Die Formeln werden mit dem Formeleditor bearbeitet. Wenn in der Parameterliste ein Parameter geändert wird, so werden die Ergebnisse aller Formeln, die diesen Parameter benutzen, angepasst und es ändern sich die verknüpfte Strukturgeometrie, Belastung etc. automatisch.

Soll beispielsweise ein exzentrisch angeschlossenes L-Profil modelliert werden, müsste bei der Querschnittsoptimierung jedesmal der Abstand der Schwerachse herausgesucht und die Stabexzentrizität entsprechend angepasst werden. Um dies zu automatisieren, kann die Formel “GetCSPar(CrossSection(1);”e_y”)” in Spalte E der Parameterliste genutzt werden. Der Wert wird dann automtisch aus den Querschnittswerten des gewählten Profils ermittelt.

Mehr über die Modellierung in RSTAB…

Mehr über die Modellierung in RFEM…

Simulation von Wärmeausdehnungen bei Vorgabe von absoluten Temperaturen in RSTAB/RFEM

Temperatur als Last aufbringen

Temperatur als Last aufbringen

Von Andreas Niemeier, Ingenieur-Software Dlubal GmbH

Die Programme RSTAB/RFEM können eine Wärmeausdehnung von Bauteilen mittels Temperaturlasten simulieren. Da eine globale Bauteiltemperaturänderung einen Membraneffekt und eine Temperaturänderung über die Bauteilhöhe Biegeeffekte mit sich bringen, haben wir die Temperaturlasten im Lastaufbringungskatalog in folgende zwei Typen unterteilt:
- Temperaturänderung (Membraneffekt)
- Temperaturdifferenz (Biegeeffekt)

Da in bestimmten Praxisfällen die Wärmeausdehnung nicht durch Temperaturänderungen und Temperaturdifferenzen, sondern durch Bauteiloberflächentemperaturen beschrieben wird, empfehlen wir die angegebenen Oberflächentemperaturen wie im folgenden Beispiel umzurechnen.

Einbautemperatur: 20°C
Temperatur auf der oberen Bauteilfläche: 60°C
Temperatur auf der unteren Bauteilfläche: 22°C

Temperaturänderung:
Tm – Einbautemperatur = (To + Tu) / 2 – Einbautemperatur = (60°C + 22°C) / 2 – 20°C = 21°C

Temperaturdifferenz:
To – Tu = 60°C – 22°C = 38°C

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